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Gemeinsame Kinder- und Jugendförderung im Oberseetal nimmt Fahrt auf

Die Einwohner- und Kirchgemeinden von Ballwil, Eschenbach und Inwil haben grünes Licht für eine gemeinsame Kinder- und Jugendförderung gegeben. Damit wird ein wichtiger Schritt für die Zukunft junger Menschen in der Region gemacht.

Was bedeutet das konkret?
Im Zentrum steht die sogenannte Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Sie richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft, Interessen, religiösem oder sozialem Hintergrund. Die Jugendarbeit ist ein ausserschulisches Angebot, benötigt keine Mitgliedschaft und findet in der Freizeit der Kinder und Jugendlichen statt. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken, ihre sozialen Fähigkeiten zu fördern und ihnen Raum zur Mitgestaltung im Gemeindeleben zu geben.

Der Weg zum Konzept
Im Januar 2025 startete eine Steuergruppe mit je einer Vertretung der Einwohner- und Kirchgemeinden der drei Dörfer die Konzeptarbeit. Begleitet wurde sie fachlich durch die Firma inplus ag – Beratung und Entwicklung, Luzern.

Die Grundlage bildete eine umfassende Bedarfsanalyse:

  • Über 450 Kinder und Jugendliche wurden befragt.
  • Workshops mit Fachpersonen und Jugendlichen fanden statt.
  • Bestehende Angebote und gesetzliche Vorgaben wurden analysiert.

Zusätzlich flossen die Standards des nationalen Dachverbandes (DOJ) sowie das Kinder- und Jugendleitbild des Kantons Luzern in die Ausarbeitung ein.

Das finale Konzept wurde im Januar 2026 den Workshop-Teilnehmenden sowie allen Gemeinde- und Kirchenräten der drei Gemeinden präsentiert und gutgeheissen.

Was ist geplant?
Kernstück der Umsetzung ist eine Fachperson für Offene Kinder- und Jugendarbeit in jeder Gemeinde. Diese Person:

  • organisiert und begleitet Angebote für Kinder und Jugendliche.
  • betreibt und belebt Treffpunkte wie den Jugendraum.
  • arbeitet eng mit Schulen, Vereinen und weiteren lokalen Akteuren zusammen.
  • vernetzt die Angebote über die Gemeindegrenzen hinweg.

So entstehen sinnvolle Freizeitmöglichkeiten, Begegnungsräume und Projekte, bei denen sich Jugendliche aktiv einbringen können.

Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg
Ein Teil der Ressourcen wird bewusst für die Zusammenarbeit zwischen Ballwil, Eschenbach und Inwil eingesetzt. Dadurch können Synergien genutzt und gemeinsame Projekte realisiert werden.

Unterstützung aus der Bevölkerung erwünscht
Für den Betrieb und die Belebung des Jugendraums sowie für einzelne Aktivitäten ist die Unterstützung durch engagierte Freiwillige aus der Bevölkerung vorgesehen und sehr willkommen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung zu melden.

Nächste Schritte
Die Gemeinden sind bereit für die Umsetzung. Inwil startet bereits im September 2026 mit einer Fachperson (40%), Ballwil plant die Besetzung per Januar 2027 und Eschenbach baut sein bestehendes Angebot weiter aus. Der offizielle Start der gemeindeübergreifenden Umsetzung ist für 2027 vorgesehen. Nach drei Jahren wird das Konzept überprüft und weiterentwickelt.

Ein Gewinn für alle (oder «ein starkes Oberseetal»)
Die Steuergruppe ist überzeugt: Eine gut vernetzte und professionell geführte Kinder- und Jugendarbeit stärkt nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch das Zusammenleben im gesamten Oberseetal. Sie schafft Perspektiven, fördert Integration und erhöht die Lebensqualität für die ganze Bevölkerung.

Steuergruppe OKJA Oberseetal